Bali – Leben im Reisfeld

Es mag jetzt absurd klingen, aber nach Filmen wie „Apocalypse Now“ oder dem Buch von Peter Scholl-Latour „Tod im Reisfeld“ sehnte ich mich nach dieser Reisterassen-Landschaft, wo der aisatische Bauer mit dem gelben großen Strohhut seine Felder bestellt. Nun waren wir selber in Vietnam, Kambodscha, Thailand, Malaysia und Myanmar und stießen nirgends auf diese Bilder, welche es im Film zu sehen gab oder man sie sich in Gedanken laut der Schilderung im Buch vorstellte.

Aber nun gerade hier, auf dieser kleinen hinduistischen Enklave im Pazifischen Ozean, finden wir diese Idylle. Unser Hotel liegt mitten in den Reisfeldern von Ubud (übrigens eine völlig überbewertete Stadt, aber dazu gleich mehr), 15min nördlich mit dem Roller, über holprige nasse Feldwege. Umringt von Palmen und den nassen Feldern eine kleine Lodge, geführt von einer freundlichen Belgierin, mit wunderbaren kleinen Bungalows und  Infinity-Pool – traumhaft. Man möchte direkt hier bleiben.

Aber uns zieht es auch nach Ubud, der Künstlermetropole auf Bali. Wie Insekten strömen wir ins Licht und verbrennen, denn Ubud ist nur noch ein Schatten aus der Vergangenheit. Früher wohl mit viel Flair, ist es jetzt nur noch eine endlose Ramschbude von kleinen Ständen und Märkten, wo billige Ware und 1000-fache Kopien angeboten werden. Die Touristen reihen sich in Schlangen, quetschen sich durch die Gassen. Kein schöner Ort um zu verweilen und schon machen wir uns nach 3 Stunden zurück in unser kleines grünes Paradies und hören lieber all den verschiedenen Lauten der Natur zu als dem Gehupe der vielen Autos und Mopeds in Ubud.

Auf den Weg nach Tulamben kamen wir noch einmal an Ubud vorbei, aber fern vom Zentrum – ja hier findet man noch das berühmte balinesische Handwerk. Wunderbare Läden mit Skulpturen, Möbeln und vieles mehr. Schade, dass wir dafür keine Zeit mehr hatten, aber wir wissen nun bescheid und werden wiederkommen, aber das Zentrum definitiv meiden.

 

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